Am 1. April hat das CASUS die Projektphase verlassen, Es ist nun ein Institut des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR). Bereits einen Monat später kam der wissenschaftliche Direktor des HZDR, Prof. Sebastian M. Schmidt, zu einem Antrittsbesuch nach Görlitz. Schmidt wollte sowohl die Wissenschaft als auch die Wissenschaftlerinnen und WIssenschaftler am östlichsten Standort des Dresdner Forschungszentrums kennenlernen.

Seit gut zweieinhalb Jahren arbeiten Experten aus so unterschiedlichen Disziplinen wie Klima- und Umweltforschung, Systembiologie und Astrophysik in Görlitz an neuen digitalen Lösungen und Methoden, um ein systematisches Verständnis der komplexen Phänomene unserer Welt zu entwickeln. Der rasche Erfolg und die Entwicklung des Center for Advanced Systems Understanding (CASUS) beruhten von Anfang an wesentlich auf dem Zusammenspiel der unterschiedlichen Kompetenzen der Gründungspartner. Die Entwicklung gipfelte im vergangenen Sommer in einer erfolgreichen Evaluierung im Rahmen einer unabhängigen Begutachtung durch Fachleute aus aller Welt. Diese führte zu der Entscheidung, dem CASUS eine langfristige Finanzierung zuzusichern.

Auch wenn das CASUS nun als neuntes Institut in das HZDR eingegliedert ist, unterstützen die anderen vier Gründungspartner – das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig (UFZ), das Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden (MPI-CBG), die Technische Universität Dresden und die Universität Wrocław – weiterhin die Mission von CASUS: Das Zeitalter der datengetriebenen Forschung aktiv mitzugestalten – und zwar als neuartige Forschungseinrichtung mit interdisziplinärer Ausrichtung und einem Fokus auf Open Science, Internationalität und einem intensiven Austausch sowohl innerhalb der Wissenschaft als auch mit der Gesellschaft.

Pizza und Poster

Schmidts Besuch in Görlitz begann mit Präsentationen der wissenschaftlichen Ergebnisse und Pläne am CASUS, an denen Dr. Michael Bussmann vom CASUS-Vorstand, die CASUS-Forschungsgruppenleiter Dr. Attila Cangi und Prof. Justin Calabrese sowie die Nachwuchsgruppenleiter Dr. Tobias Dornheim und Dr. Artur Yakimovich teilnahmen. „Der Besuch von Prof. Schmidt zeigt die anhaltend starke Unterstützung des CASUS durch den HZDR-Vorstand und wir alle haben uns sehr gefreut, mit ihm über unsere Wissenschaft zu diskutieren“, sagte Michael Bussmann, der Gründungsbeauftragte des CASUS.

Den Vorträgen folgte eine lebhafte Diskussion, die sich bis in die Mittagspause im CASUS-Hinterhof fortsetzte. Dort nutzten auch viele Postdocs und Doktoranden die Gelegenheit, die HZDR-Delegation bei einem Stück Pizza und einem Getränk zu treffen. Am Nachmittag präsentierten die Doktorandinnen und Doktoranden des CASUS Schmidt ihre Projekte in einer Postersession.

„Ich war sehr beeindruckt von der Breite der Themen und der Tiefe der Expertise, die ich heute hier am CASUS angetroffen habe“, sagte Schmidt, bevor er sich auf den Rückweg nach Dresden machte. „Aber besonders überzeugend ist der gesunde Teamgeist. Alle wollen gemeinsam Großes erreichen. Ich bin auch überzeugt, dass das CASUS als Institut des HZDR seine ehrgeizigen Ziele nun viel schneller erreichen wird und dass die Kooperationen des CASUS-Teams mit anderen HZDR-Forschungsgruppen zu zahlreichen bedeutsamen Ergebnissen führen werden. Ich wünsche dem Team wirklich viel Erfolg und betone noch einmal, dass ich das CASUS in jeder Hinsicht unterstützen werde.“