Mit knapp 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZD) zu den größten Forschungszentren Deutschlands. Einmal im Jahr vergibt der Vorstand des HZDR die HZDR-Preise, um besondere Leistungen der Beschäftigten zu ehren. Nur wenige Wochen zum HZDR als dessen 9. Institut gehörig, heimste das CASUS Mitte Mai bereits den ersten Preis ein: Als Teil des KI Lab von Jugend hackt wurden Pia Hanfeld und Lenz Fiedler vom CASUS mit dem Anerkennungspreis für Wissenschaftskommunikation 2021 ausgezeichnet.

Der Hauptpreis für Wissenschaftskommunikation 2021 wurde bei einer Zeremonie am 18. Mai an das Schülerlabor DeltaX des HZDR verliehen, das laut Dr. Diana Stiller, Kaufmännische Direktorin des HZDR, während der Coronavirus-Pandemie in „beeindruckender Geschwindigkeit ein innovatives, interaktives Online-Angebot aufgesetzt hat, das Schulen und Familien in der Krisensituation unterstützt“ habe. Das mit dem Anerkennungspreis in der Kategorie Wissenschaftskommunikation gewürdigte KI Lab startete im Sommer 2021 in den drei sächsischen Städten Freiberg, Dresden und Görlitz. Unter fachlicher Anleitung beschäftigen sich Jugendliche seit mittlerweile fast einem Jahr mit dem Thema Künstliche Intelligenz (KI) und entwickeln dabei auch eigene Projekte.

Neben Pia und Lenz gehören noch Dr. Nico Hoffmann und Patrick Stiller vom Institut für Strahlenphysik des HZDR zum ausgezeichneten Team des Görlitzer KI Lab. Da auch die Dresdner und Freiberger KI Labs maßgeblich von HZDR-Beschäftigten aufgebaut wurden und betreut werden, ging der Anerkennungspreis zudem an Lucas Pereira und Dr. Raimon Tolosana Delgado vom Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie des HZDR sowie Helene Hoffmann von der Zentralabteilung Informationsdienste und Computing.

Unterstützung für das Görlitzer KI Lab kommt seit Tag 1 auch vom CASUS-Gründungbeauftragten Dr. Michael Bussmann: „Pia und Lenz sind aus der Lausitz und beschäftigen sich in ihren Doktorarbeiten mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz. Beide sind vielseitig engagiert und begeistern unter anderem mit diesem Jugend hackt-Projekt auch andere für die Wissenschaft.“

Pia, Lenz – herzlichen Glückwunsch zu dieser Anerkennung! Nun ist fast ein Jahr Jugend hackt in Görlitz herum. Was habt ihr bisher so alles gemacht?

Pia: Vielen Dank! Unsere Jugendlichen wollten seit dem ersten Workshop unbedingt lernen, wie sie Spiele programmieren können. Dafür haben wir uns mit ihnen mit Unity und Roblox verschiedene Entwicklungsumgebungen angeschaut. Mittlerweile können sie ihre eigenen Ideen umsetzen und brauchen nur bei komplexeren Aufgaben Unterstützung, bei denen sogar wir ins Schwitzen kommen. Eigene kleine Kunstwerke mit dem 3D-Drucker zaubern ist für unsere Teilnehmenden auch kein Hexenwerk mehr. Demnächst wollen wir ihre Kenntnisse der Programmiersprache Python vertiefen, um dann den Bogen zu KI einfacher schlagen zu können.

Können immer noch Interessierte dazu stoßen?

Pia: Jederzeit! Bei uns gibt es keine Anmeldungen. Wer Zeit, Lust und Interesse hat, kommt einfach vorbei. Wenn jemandem der aktuelle Workshop nicht zusagt, dann kommt man einfach zum nächsten Open Lab vorbei. Wir treffen uns jeden zweiten Mittwoch im Makerspace der Rabryka in der westlichen Innenstadt.

Habt ihr aktuell etwas Besonderes geplant?

Lenz: Im Juli wird das Jugend hackt Lab Görlitz ein Jahr alt und wir planen eine kleine „Geburtstagsfeier“. Details dazu folgen. Am besten immer mal auf der Webseite vorbeischauen.

Macht euch Mentor zu sein noch Spaß und weshalb?

Lenz: Mentor sein macht auf jeden Fall eine Menge Spaß. Besonders macht es mir Freude zu erleben, wie sich die Jugendlichen entfalten. Unsere Themen sind ja wirklich etwas Neues in Görlitz und wir bekommen das Feedback, dass unser Angebot bei den Jugendlichen super ankommt.

Vielen Dank für das Gespräch!

Alle mit dem HZDR-Preis Ausgezeichneten werden auf der Webseite des HZDR vorgestellt.