KI ist zwar nur eines von vielen Werkzeugen, die bei CASUS zum Einsatz kommen, doch beim Seminar auf Schloss Dagstuhl stand sie im Mittelpunkt. Unter dem Titel “AI-Augmented Facilities: Brückenschlag zwischen Experiment und Simulation mit maschinellem Lernen (ML)” brachte das Seminar experimentelle und rechnende Wissenschaftler, Experten für Edge- und HPC-Computing sowie Forscher für maschinelles Lernen zusammen. Die Erfahrungen der Teilnehmer stammten aus einer Vielzahl von Anwendungsbereichen, von der Physik über die Biowissenschaften bis hin zur Fertigung. Aber sie alle hatten ein gemeinsames Ziel vor Augen: die Integration von prädiktiven Berechnungen und Simulationen auf der einen Seite und Experimenten von Weltrang auf der anderen Seite mit Hilfe von KI. “Eine gemeinsame Sprache oder zumindest ein koordinierter Prozess könnte den Austausch von Erkenntnissen von einer Seite zur anderen beschleunigen. Letztendlich werden beide Seiten – Simulationen und Experimente – stark von dieser Integration profitieren”, sagt Bussmann.
Im Laufe der Woche entwarfen die Teilnehmer ein Perspektivpapier, das sie noch in diesem Jahr in einer von Experten begutachteten Zeitschrift veröffentlichen wollen. Neben Bussmann war auch der designierte Direktor von CASUS, Prof. Thomas D. Kühne, unter den Seminarteilnehmern. “Ich habe die sehr produktive Atmosphäre der Veranstaltung genossen. Dieses Thema wird in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen und sicherlich weiterhin auf der Forschungsagenda von CASUS stehen”, meint Kühne.