Lawrence-Stipendium für Maximilian Böhme
Der CASUS-Doktorand Maximilian Böhme ist einer von drei jungen Wissenschaftlern, die das diesjährige Lawrence Fellowship erhalten. Nachdem er seine Doktorarbeit in Deutschland erfolgreich verteidigt hat, wird er voraussichtlich Mitte 2024 in die USA ziehen, um eine Postdoc-Stelle am Lawrence Livermore National Laboratory in Kalifornien anzutreten, die vollständig durch das Stipendium finanziert wird.
Das prestigeträchtige Stipendium des Lawrence Livermore National Laboratory, einer großen, vom US-Energieministerium finanzierten Forschungseinrichtung, gibt es schon seit vielen Jahren. Jedes Jahr gehen mehr als 100 Bewerbungen ein. Normalerweise setzen sich die Kandidaten der besten US-Universitäten im Bewerbungsverfahren durch. “Die Tatsache, dass ich einer der wenigen Stipendiaten bin, die ihren Doktor nicht in den USA gemacht haben, macht mich natürlich besonders stolz”, sagt Böhme.
Maximilian Böhme, Doktorand am Center for Advanced Systems Understanding (CASUS) Quelle: M. Laqua/CASUS
Medienkontakt:
Dr. Martin Laqua
Referent Kommunikation, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Center for Advanced Systems Understanding (CASUS) am HZDR
Neben dem Hintergrund des Bewerbers spielt auch das vorgeschlagene Forschungsthema eine wichtige Rolle im Bewerbungsverfahren. Böhme hat bei CASUS einen Simulationscode entwickelt, um Materie unter extremen Bedingungen (hoher Druck, hohe Temperatur) genau zu beschreiben. Solche Simulationen ermöglichen präzise Einblicke in Fusionsexperimente, wie sie beispielsweise in Kalifornien durchgeführt werden. In den kommenden Monaten will Böhme eine neue Methode entwickeln, um den Transport von elektromagnetischer Strahlung in dichten Plasmen genau zu berechnen. Wenn er damit Erfolg hat, würde dies zu neuen Erkenntnissen in den Bereichen Astrophysik und Laser- oder Trägheitsfusion führen.
Das Stipendium ist für 24 Monate gültig. Viele der Stipendiaten haben anschließend eine Professur oder eine feste Stelle am Lawrence Livermore National Laboratory angenommen. Einige sind in die Industrie gewechselt. “Ich kann noch nicht sagen, was ich danach tun werde. Aber sicher ist, dass dieses Stipendium mir einige interessante Türen öffnen wird”, ist Böhme überzeugt.
Das Lawrence Livermore National Laboratory befindet sich in der Stadt Livermore, etwa 70 km östlich von San Francisco. Die rund 9.000 Mitarbeiter forschen zu Fragen der nationalen Sicherheit. Die Themen reichen von Nukleartechnologie bis hin zu biologischen und chemischen Gefahren. Das Zentrum befasst sich auch mit der Entwicklung neuer Technologien zur Nutzung verschiedener Energiequellen, darunter Laser oder Trägheitsfusion.
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Center for Advanced Systems Understanding (CASUS) am HZDR